Porträt des Marktes Mitterfels

Luftkurort in idyllischer Vorwaldlandschaft

Der Luftkurort Markt Mitterfels liegt auf einer der ersten Erhebungen des Vorderen Bayerischen Waldes auf 420 m über dem Meeresspiegel, 15 km nördlich von Straubing/Donau, nur 6 km von der Ausfahrt der A 3 entfernt – und trotzdem schon in einer „idyllischen Urlaubslandschaft“. An schönen Tagen mit klarer Sicht kann man von erhöhten Punkten aus die Alpen sehen.

 


Die Schönheit des Marktes Mitterfels erschließt sich keinem Autofahrer, der nur durch den neueren Ortsbereich in Richtung Bayer. Wald fährt.

Man muss sich schon in die Luft erheben (wie auf dem Titelbild) oder - einfacher - in den „historischen” Ortskern abzweigen, sich am besten bei der neuen Pfarrkirche einen Parkplatz suchen und die Burgstraße hinabgehen, die sich auf einem Felsrücken hoch über dem „Perlbach” (Menach) zwischen zwei Häuserzeilen sachte zur früheren Pfarrkirche St. Georg absenkt.

Erst beim Gang über die Burgbrücke sieht man die exponierte Lage des Ortes und der Burg Mitterfels hoch über dem Tal der Menach so richtig. Und man beginnt zu erahnen, warum die Geschichte von Mitterfels hier begann.

Festungsanlage der Grafen von Bogen

Die Rodung und Besiedlung des Mitterfelser Raumes begann ab 1060, als die Grafen von Bogen den Donaugau und Teile des noch wilden „Nordwaldes“ in Besitz nahmen.

Um 1100 standen bereits die meisten der heutigen Einzelhöfe und Weiler. 1104 gründeten die Grafen das nahe Kloster Oberalteich, dem zahlreiche Höfe unserer Gegend als Schenkung zufielen.
Das Kloster beteiligte sich auch selbst an der weiteren Kolonisation. Zur Sicherung ihres Besitztums errichteten die Grafen eine Reihe Burgen und befestigter Wohnsitze.

Für die zentral gelegene starke Festung Mitterfels wird erstmals ein Burghauptmann „Berchtoldus de Mitterfels“ in einer auf die Jahre 1184 bis 1188 datierten Schenkungsurkunde genannt. Seine Schwester „Gräfin Adelheid“ von Runding beschenkte das Kloster Oberalteich mit Gut und Kirche Kreuzkirchen und verpflichtete es zur kirchlichen Betreuung des Mitterfelser Raumes. So wurde der Weiler Kreuzkirchen Pfarrei und blieb es bis zur Säkularisation 1805. Erst in den folgenden Jahren verlegte man Pfarrei, Friedhof und Schule nach Mitterfels. Kreuzkirchen wurde abgerissen, neue Pfarrkirche wurde St. Georg, ein Spätbarockbau von 1734 an Stelle der alten Schlosskapelle.

Mitterfels – Sitz eines Landgerichts und vieler Ämter

Bedeutungsvoll für Mitterfels war der Übergang der Grafschaft Bogen an die bayerischen Herzöge 1242. Sie erhoben Mitterfels zu einem Landgericht, das fortan rund 600 Jahre der gerichts- und verwaltungsmäßige Mittelpunkt eines großen Einzugsgebiets war. 1818 unterstanden ihm 60 Gemeinden und 8 Schergenämter als Untergerichte.

Erst 1838 kam es zu einer Teilung und 1861 zur Abtrennung der Verwaltung in Bezirks – und Rentamt. Mitterfels behielt weiterhin zentrale Bedeutung. Lange Zeit war es ein „Beamtendorf“ mit Amtsgericht, Rentamt, Notariat, Vermessungsamt, Polizeistation, Gefängnis, Distriktssparkasse, später auch mit Landwirtschaftsamt und Forstamt. Durch Verwaltungs- und Gebietsreformen wurden jedoch die meisten dieser Behörden abgezogen.

Mit neuem Elan in eine neue Zeit

Mit neuem Elan - Ausweitung von Baugebieten, Neubau und Anbau von Volksschule mit M-Zug, Berufsfachschule, Kirchen, Kindergarten, Heimatmuseum, Freibad, Zweifachsporthalle, Tennishalle, Reithalle, Kreismusikschule, BRK-Seniorenzentrum, Bruder-Konrad-Werkstätte, mit guter ärztlicher Versorgung und mit einer Apotheke, mit Einkaufsmöglichkeiten in zwei Supermärkten und Gasthäusern und Restaurants - wird Mitterfels seinem Rang als Markt gerecht!



Link [Mitterfelser Chronik - Die wichtigsten Daten der Ortsgeschichte]